Dienstag, 9. Januar 2007

Das Gänseblümchen

Lateinischer Name: bellis perennis
Englischer Name: daisy
Volksnamen: Maßliebchen, Marienblume, Regenblume, Maiblume, Angerbleamerl, Augenblümchen, Himmelsblume, Mondscheinblume, Mümmerli, Tausendschön
Familie: Korbblüter
Verwendete Teile: Man kann sowohl die Blätter als auch die Blüten verwenden.
Verwendung in der Medizin: Es aktiviert den Stoffwechsel, ist schleimlösend, wirkt gegen Husten und bronchiale Beschwerden. Man kann aus ihm Packungen und Auflagen gegen Quetschungen, Prellungen und Venenleiden machen und zudem ist es harntreibend. Gänseblümchen gelten als appetitanregend und blutreinigend und wird als Magen-, Gallen- und Lebermittel verwendet.
Verwendung in der Magie: Man sagt, dass um den Johannistag herum gesammelte Gänseblümchen die größte Wirkung haben. Eine direkte magische Wirkung ist mir nicht bekannt, aber mehr dazu unter den Assoziationen.
Verwendung in der Küche: Gänseblümchen sind gute Lieferanten für Vitamine und Mineralstoffe, z.B. in Salaten, Suppen oder Kräutersoßen.
Verwendung in der Kosmetik: Man kann aus ihnen Auflagen gegen Abszesse und andere Hautleiden machen.
Sammelzeit / Merkmale: Das Kraut wird von Mai bis August gesammelt, die Blüten von den ersten Frühlingstagen an bis in den Herbst.
Blütezeit: Februar bis November
Habitat: Gänseblümchen findet man auf kurzrasigen Wiesen, Weiden, Parkrasen, Feldern an Wegrändern und in Gärten. Es liebt besonders den lehmigen Boden.
Wissenswertes: Bei Sonnenschein sind die Blüten weit geöffnet, nachts und bei Regen schließen sie sich und senken das Köpfchen.
Persönliche Erfahrungen / Assoziationen: Ich habe früher, wie wahrscheinlich jedes kleine Mädchen, gerne mit meinen Freundinnen Kränze aus Gänseblümchen gebastelt oder Sträuße für meine Mutter gepflückt. Mit den Blüten kann man auch wunderbar "er-liebt-mich-er-liebt-mich-nicht" spielen oder sie zwischen Zeitungen pressen, um sie auf Briefe zu kleben oder sowas.
Obwohl es eigentlich als Unkraut gilt, habe ich es schon immer gemocht und freue mich jetzt, dass es auf unserer Wiese sehr zahlreich vertreten ist.
Aus den Blüten kann man einen sehr leckeren Salat machen, wenn man die weißen Blütenblätter abzupft.
Weil die Blume so klein ist und die Blüten entweder weiß oder rosa sind, verbinde ich mit ihnen Zartheit und Jugend, vielleicht Jungfräulichkeit und Unschuld. Durch das Kinderspiel, was ich oben schon erwähnt habe, assoziiere ich auch junge, frische Liebe mit ihr. Das könnte man eventuell wieder in ein Ritual mit einbauen.

Quellen: „Omas Lexikon der Kräuter und Heilpflanzen“ von Weltbild; „Der neue BLV Naturführer für unterwegs“ von Wilhelm Eisenreich, Alfred Handel und Ute E. Zimmer; „Das große Buch der Heilpflanzen“ von Apotheker Mannfried Pahlow

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