Theaterschule
Tja, eigentlich wollte ich einen Text über meine Lieblingsburgen schreiben, auf denen ich schon war...
Bis letztes Jahr wohnte wir noch in einem anderen Stadtteil, da geab es eine Burg, auf der es auch eine Theaterschule gab. Die Zeit dort, hat mich sehr verändert und darüber will ich schreiben.
Meine Oma stammt aus Kroatien und ist ausgebildete Sopranistin. Sie war auch früher relativ bekannt und hat auch heute noch einige Auftritte. Da meine Großeltern vorm Krieg geflohen waren, haben sie viel Kontakt mit in Deutschlöand lebenden ehemaligen Jugoslawen. Eine Freundin meiner Oma heißt Kaca Celan und ist eine bekannte Theaterregisseurin. Und so tritt sie auch häufig auf, ein wenig... schwierig. Wie auch immer. Meine Oma hat in ihrer Schule auf Schloss Burgau gespielt und eines Tages brauchten die da ein kleines Mädchen für das Stück Wojzeck. So kam meine damals 10jährige Schwester in die Schule. Ein halbes Jahr später spielten wir beide für Antigone mit.
Diese Zeit hat mein Leben verändert! Ich war damsl 12 Jahre alt und in der schlimmsten Mobbing-Zeit in der Schule. Es war furchtbar und ich war absolut isoliert, hatte keinen Freunde. In der Schule traf ich größtenteils auf 18-25jährige, die alle total super waren. Zum ersten Mal bemerkte ich wieder, dass es auch nette Menschen auf der Welt gibt, die mich mögen. Wegen der Proben waren wir wirklich täglich eng zusammen, schwitzen und lachten mitteinander. In der Schule tröstete ich mich immer mit dem Gedanken an den Nachmittag und Abend auf Burgau.
Nach vier Monaten war der ganze Spuk vorbei, da wir nicht von Anfang an bei den Proben dabei waren, sondern erst 2 Monate vor der Premiere einstiegen. Heute habe ich zu keinem der Schauspieler mehr richtigen Kontakt, wir sehen uns ab und zu zufällig, aber alles andere hat sich mit der Auflösung der Schule verlaufen. Ich habe auch nie wieder mitgespielt.
Aber in meinem Kopf hat es klick gemacht: Mit Ende des Theaters war ich wild entschlossen: Ich wollte die Schule wechseln. Sofort! Und so kam es auch, zum neuen Halbjahr war ich auf meinem jetzigen Gymnasium.
Das Theater hat mir das Leben gerettet. Ich war schon mit 12 Jahren total depressiv und ich weiß und wusste auch damals, wenn ich die Schule nicht wechsle, dann bringe ich mich um. Und das ist nicht nur so daher gesagt.
Heute ist alles anders. Die Erinnerung an die Theaterzeit ist geblieben, die Liebe zu diesem schönen Schlößchen ist gewachsen, aber die Panik vor der Einsamkeit, die wird wohl auch bleiben. Aber da es dazu nicht mehr kommen wird, ist alles okay.
Ich bin glücklich!
Bis letztes Jahr wohnte wir noch in einem anderen Stadtteil, da geab es eine Burg, auf der es auch eine Theaterschule gab. Die Zeit dort, hat mich sehr verändert und darüber will ich schreiben.
Meine Oma stammt aus Kroatien und ist ausgebildete Sopranistin. Sie war auch früher relativ bekannt und hat auch heute noch einige Auftritte. Da meine Großeltern vorm Krieg geflohen waren, haben sie viel Kontakt mit in Deutschlöand lebenden ehemaligen Jugoslawen. Eine Freundin meiner Oma heißt Kaca Celan und ist eine bekannte Theaterregisseurin. Und so tritt sie auch häufig auf, ein wenig... schwierig. Wie auch immer. Meine Oma hat in ihrer Schule auf Schloss Burgau gespielt und eines Tages brauchten die da ein kleines Mädchen für das Stück Wojzeck. So kam meine damals 10jährige Schwester in die Schule. Ein halbes Jahr später spielten wir beide für Antigone mit.
Diese Zeit hat mein Leben verändert! Ich war damsl 12 Jahre alt und in der schlimmsten Mobbing-Zeit in der Schule. Es war furchtbar und ich war absolut isoliert, hatte keinen Freunde. In der Schule traf ich größtenteils auf 18-25jährige, die alle total super waren. Zum ersten Mal bemerkte ich wieder, dass es auch nette Menschen auf der Welt gibt, die mich mögen. Wegen der Proben waren wir wirklich täglich eng zusammen, schwitzen und lachten mitteinander. In der Schule tröstete ich mich immer mit dem Gedanken an den Nachmittag und Abend auf Burgau.
Nach vier Monaten war der ganze Spuk vorbei, da wir nicht von Anfang an bei den Proben dabei waren, sondern erst 2 Monate vor der Premiere einstiegen. Heute habe ich zu keinem der Schauspieler mehr richtigen Kontakt, wir sehen uns ab und zu zufällig, aber alles andere hat sich mit der Auflösung der Schule verlaufen. Ich habe auch nie wieder mitgespielt.
Aber in meinem Kopf hat es klick gemacht: Mit Ende des Theaters war ich wild entschlossen: Ich wollte die Schule wechseln. Sofort! Und so kam es auch, zum neuen Halbjahr war ich auf meinem jetzigen Gymnasium.
Das Theater hat mir das Leben gerettet. Ich war schon mit 12 Jahren total depressiv und ich weiß und wusste auch damals, wenn ich die Schule nicht wechsle, dann bringe ich mich um. Und das ist nicht nur so daher gesagt.
Heute ist alles anders. Die Erinnerung an die Theaterzeit ist geblieben, die Liebe zu diesem schönen Schlößchen ist gewachsen, aber die Panik vor der Einsamkeit, die wird wohl auch bleiben. Aber da es dazu nicht mehr kommen wird, ist alles okay.
Ich bin glücklich!
LadyEilan - 13. Jul, 16:42


